Sonntag, 28. September 2014

{Rezension} Die Unbarmherzigen

Riley und ihre Freundinnen haben alles, was man sich wünscht. Sie sind beliebt, gutaussehend und kommen aus den besten Familien der Stadt. Und sie fühlen sich berufen - berufen dazu, die rebellische Brooklyn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Denn hinter ihrer herablassenden Art verbirgt sich etwas abgrundtief Böses, davon sind die Mädchen überzeugt.
Sofia ist neu in der Schule und dankbar, dass sich ausgerechnet Riley ihrer annimmt. Doch schon bald findet sie sich in einem Albtraum wieder: Riley plant, Brooklyns Seele zu retten und geht dabei höllisch grausam ans Werk ...
Die Unbarmherzigen habe ich vor ein paar Wochen auf Instagram gewonnen - vielen Dank nochmal an den arsEdition Verlag! - und als ich das Buch begonnen habe zu lesen, hätte ich nie gedacht, dass sich die Geschichte so entwickeln würde. Am Anfang fand ich die Handlung noch etwas laff, aber schon bald entwickelt sie sich in eine ganz andere Richtung. Eins kann ich euch sagen: Das Buch ist nichts für schwache Nerven!
Aber von vorne: Sofia kommt in eine neue Schule und ist mehr als glücklich, als sich die beliebte Riley mit ihr anfreundet. Jedoch war mir Sofia von Beginn an viel zu naiv und auch bald schon richtig nervig. Aber was soll man machen, sie ist nun mal die Erzählerin. Brooklyn scheint auf den ersten Blick eine totale Schlampe zu sein, was vielleicht auch daran liegt, wie Riley sie darstellt. Schon bald fand ich Brooklyn jedoch viel sympathischer als Riley, die einfach die übliche Klischee-Alphatierchen-Zicke ist. Dann kommt aber die Wende im Buch.
Mitten in der Nacht wird Sofia von Riley geweckt und nimmt sie mit in ein altes verlassenes Haus, wo sie zusammen mit ihren beiden Freundinnen, Grace und Alexis, anfängt, Brooklyn auf blutigste Art zu quälen. Sie ist besessen von dem Gedanken, dass Brooklyn einen Dämon in sich trägt und versucht, einen kirchlichen Exorzismus durchzuziehen.
Die Autorin hat die Atmosphäre in dem alten Haus klasse beschrieben, sodass mir manchmal richtige Gänsehaut kam und sich in meinem Kopf ein Horrorfilm nach dem anderen abspielte. Das gefiel mir sehr gut, auch wenn ich normalerweise nicht zu dem Genre Horror greife und es auf dem Fernseher bevorzuge. Jedoch schaffte Vega es, dass mir richtig unheimlich zumute war, als ich das Buch einmal spätabends las.
Die Folterszenen sind nicht ganz ohne und die Situation spitzt sich zum Ende hin immer mehr zu, deswegen würde ich das Buch nicht denen empfehlen, die schon bei Pretty Little Liars Angst haben (ja, ich kenne solche Leute^^). Ich bin da eigentlich ziemlich abgestumpft, da ich oft Horrorfilme schaue, deswegen gefielen mir die Szenen ziemlich gut. Eigentlich ist es nämlich schwierig zu schaffen, dass ich ein Buch gruselig finde. Beim Lesen habe ich einfach keine Angst, hier jedoch hatte ich schon ein paar Schauermomente.
Es gab viele Drehmomente, die nicht vorausschaubar waren, aber aufgrund der Hauptperson, mit der ich einfach nicht warm werden konnte, kann ich keine 5 Sterne geben. Sie handelt jedes Mal falsch und ich dachte mir immer: Was machst du denn da, verdammt nochmal?!

Sehr spannend geschrieben, aber nichts für schwache Nerven!



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