Freitag, 30. Januar 2015

{Rezension} Herrscher der Gezeiten

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Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...
Herrscher der Gezeiten stellt eine etwas andersartige Dystopie dar, die mich sehr schnell mitreißen konnte.
Die letzten 500 Menschen leben auf einem schmalen Streifen Land, das von einem Ebbe-und-Flut-Zyklus beherrscht wird. Bei Flut tümmeln sich die Menschen auf einer (nicht sehr sicher erscheinenden) Plattform, die dann knapp über das Meer reicht und sie damit vor dem sicheren Tod rettet. Sofort wird die Spannung in der Geschichte deutlich. Die Atmosphäre wird sehr düster beschrieben, denn die meisten Leute haben ihre Hoffnungen auf ein "normales" Leben bereits aufgegeben und alles ist irgendwie nass und angespannt. Sie müssen quasi jederzeit mit ihrem Tod rechnen, sollte der Meeresspiegel noch weiter ansteigen. Die gannze Welt soll bereits überflutet sein. Bei dem Gedanken wurde mir schon mulmig, da ich das Meer einerseits faszinierend, andererseits jedoch sehr geheimnisvoll / unheimlich finde. Die Bewohner von Tides (welch Ironie) leben so gesehen auf einer Herdplatte, die jederzeit aufgedreht werden könnte.
Coe stellt eine klassische Außenseiterin dar, niemand will sich mit ihre abegeben, da ihr ganzes Erscheinungsbild anders als das der anderen ist. Somit wird sie als Verrückte abgestempelt und nicht akzeptiert. Ich entwickelte großes Mitleid mit ihr und hasste die Personen, die sie verachteten. Sie ist sehr verletzlich und muss die Drecksarbeit erledigen, die niemand anderes verrichten möchte.
Auch Tiam möchte ich sofort. Er ist der Einzige auf der Insel, der Coe nicht verspottet und der noch Hoffnung zu haben scheint. Humorvoll versucht er aus jeder Situation das Beste zu machen, was, wie ich finde, eine bemerkenswerte Eigenschaft ist.
Den Anfang und Mittelteil konnte ich in einem Rutsch durchlesen, da die Handlung sehr spannend und geheimnisvoll beschrieben ist. Jedoch fand ich den Schluss etwas schwächer und ich geriet ein wenig ins Straucheln. Ich fiebere der Fortsetzung aber bereits entgegen, weil das Ende mit einem RIESIGEN Cliffhanger aufhört. 
Zu dem Buch fällt mir spontan der Begriff "andersartig" ein, jedoch im positiven Sinne gemeint. Die ganze Atmosphäre und die Idee, die hinter dem Roman steckt, ist einfach so einzigartig, das mir die Geschichte immer im Kopf bleiben wird. Somit hat die Autorin ihr Ziel erreicht und konnte mich mit Herrscher der Gezeiten vollständig in ihren Bann ziehen.
Die Story und Charaktere konnte mich zu hundert Prozent überzeugen. Zusätzlich regt das Buch auch zum Nachdenken an ähnlich wie viele andere Dystopien. Das Thema "Globale Erwärmung" sollte hier auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden.
Ein riesiges Dankeschön an Blogg dein Buch und DARKISS für die Bereitstellung dieses Exemplares! ♥





Kommentare:

  1. Schöne Rezension! Jetzt muss ich mir das Buch aber wirklich mal zulegen.. :D

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    1. Ich finde diese "Banner" (keine Ahnung, wie ich das jetzt sonst nennen soll... :D), in denen du die ganzen Buchinfos schreibst, übrigens immer echt toll, hab auch schon überlegt, ob ich das mal so ähnlich mache.. ;)
      Dann wirkt alles viel übersichtlicher, finde ich.

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