Sonntag, 10. Mai 2015

{Rezension} Every Day

I wake up.
Immediately, I have to figure out who I am. It's not just the body - opening my eyes and discovering whether the skin on my arm is light or dark, whether my hair is long or short, whether I'm fat or thin, boy or girl, scarred or smooth. The body is the easiest thing to adjust to, if you're used to waking up in a new one each morning. It's the life, the context of the body, that can be hard to grasp.
Every day I am someone else. I am myself - I know I am myself - but I am also someone else.
It has always been like this.


Es ist schwierig, dieses Buch zu rezensieren, aber ich möchte trotzdem meine Gedanken zu Every Day mit euch teilen.
Die Handlung an sich steht für mich bei diesem Roman eher im Hintergrund, viel wichtiger sind die tiefgründigen Gedanken, die dahinter stecken. Ihr könnt bereits an den vielen Zitaten, die ich oben aufgelistet habe, erkennen, dass dieses Buch viele Szenen und Weisheiten beinhaltet, die mir durch ihre schockierende Ehrlichkeit sehr unter die Haut gingen. Ab und an musste ich eine kurze Pause einlegen, um über das Gelesene nachzudenken. Es war mir ein Vergnügen dieses Buch, das voller Humor, Glück und Trauer steckt, zu verschlingen.
Also, da ist diese Person, genannt A, die jeden Morgen für genau einen Tag als Gast in einem neuen Körper aufwacht. A lebt genau einen Tag lang das Leben eines anderen und muss sich mit deren Probleme und Gedanken herumschlagen, manche sind ernster, manche humorvoller. Aber fast immer scheint es einen Zwist zu geben. Ich finde, David Levithan hat dadurch sehr gut deutlich gemacht, dass jeder Mensch auf der Welt sich jeden Tag mit seinen eigenen Problemen herumschlagen muss, was einem das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Man lebt aneinander vorbei, aber doch scheinen wir alle miteinander verbunden zu sein. Schwer vorstellbar, aber wahr.
Es wurden einige philosophische Themen angesprochen, was ich in Jugendbüchern immer sehr viel spannender finde als im Unterricht. In Büchern werden erst die für mich wirklich wichtigen philosophischen Vorstellungen angesprochen, über die man sich Gedanken machen sollte. Und wenn es nur der butterfly effect an einer Stelle ist - ein Denkanstoß war es mir wert.
Ich mochte Rhiannon, das Mädchen, in das sich A verliebt, sehr, denn ich konnte den Konflikt, in dem sie sich befand, sehr gut nachempfinden - ich meine, für wen ist es schlimmer? Für Rhiannon, die A jeden Tag in einem grundverschiedenen Menschen vorfindet, oder für A, der vollkommen machtlos ist?
Ich kann dem Buch leider keine volle Punktzahl geben, was daran liegt, dass die Handlung ziemlich flach ist. Was nicht bedeutet, dass sie langweilig ist! Aber das sind meiner Ansicht nach Abzüge in der B-Note - insgesamt wird mir der Roman jedoch mit Sicherheit lange im Gedächtnis bleiben und ich bin froh, dass sich der Autor mit dieser etwas anderen Thematik auseinandergesetzt hat!
Eine Geschichte, die mich tief berührt und mich zum Hinterfragen des Lebens gebracht hat...

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