Dienstag, 25. August 2015

{Rezension} Zeugenkussprogramm

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Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach dem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gutaussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land - für Emily der totale Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden - bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz ...
Der Klappentext von Zeugenkussprogramm klang extrem vielversprechend, doch leider wurde ich ziemlich enttäuscht.
Fangen wir mal damit an, dass es mir häufig schlicht und ergreifend an Tiefe gefehlt hat, und man meiner Ansicht nach noch so viel mehr aus dem Roman hätte herausholen können. Der Schreibstil von Eva Völler ist angenehm und unterhaltend, weswegen der Leser schnell vorankommt und leicht in die Geschichte eintauchen kann. Dieser Aspekt gefiel mehr sehr gut, nur unterstützte das den Effekt, dass mich das Buch nicht berühren konnte.
Von Pascal konnte ich mir in meinem Kopf keine klare Vorstellung machen, denn die Autorin beschreibt ihn zwar das ein oder andere Mal, aber für mich war er einfach nur da. Er war eher ein typischer Nebendarsteller (wisst ihr, was ich meine? :D). Im Klappentext wird er als Macho beschrieben, aber entweder habe ich etwas überlesen oder es ist die größte Übertreibung, von der ich je gehört habe. Pascal ist definitiv kein Macho oder Bad Boy oder irgendetwas in dieser Richtung! Sein Charakter ist so flach wie ein Brett! Zusätzlich war die Liebe, die sich zwischen den beiden Protagonisten entwickelt, zwar süß und erfrischend, aber nichts Weltbewegendes.
Nun zur Handlung. Normalerweise mag ich Krimis überhaupt nicht, aber hierbei handelt es sich ja eher um eine Liebesgeschichte, bei der das Zeugenschutzprogramm zwar der Ausgangspunkt ist, aber nicht im Vordergrund steht. Wenn ich zurückblickend versuche, über die Handlung nachzudenken, frage ich mich tatsächlich, wie die Autorin es geschafft hat, die knapp 400 Seiten zu füllen, denn ich hatte das Buch rasend schnell durch und habe anscheinend vieles "verdrängt", denn vieles nahm ich bloß zur Kenntnis, ohne dass es mich berührte. Ich mochte die Oma von Emily am meisten, da sie mit ihrem Humor vieles wettmachte, das mir ansonsten nicht gefiel.
Vielleicht bin ich schon zu alt für das Buch, denn ich konnte nach wenigen Kapiteln schon erahnen, wer verdächtig ist. Deshalb konnte mich auch das Ende nicht besonders überraschen. Ich würde es daher eher für 13-16 Jährige empfehlen.
Wenn ich meine Kritikpunkte jetzt nochmal durchgehe, könnte man fast meinen , dass ich die Geschichte gehasst habe, was jedoch nicht der Fall ist. Ich finde, dass Zeugenkussprogramm ein schönes Buch für Zwischendurch ist, aber wirklich nicht mehr als das. 
Ein relativ spannendes Buch für Zwischendurch, aber man sollte nicht zu viel davon erwarten. Ideale Urlaubslektüre!
Ein riesiges Dankeschön an Bastei Lübbe und Blogg dein Buch für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares! ♥







Samstag, 8. August 2015

{Rezension} Anna and the French Kiss

Anna had everything figured out - she was about to start senior year with her best friend, she had a great weekend job, and her huge work crush looked as if it might finally be going somewhere... Until her dad decides to send her 4383 miles away to Paris. On her own.
But despite not speaking a word of French, Anna finds herself making new friends, including Étienne St. Clair, the smart, beautiful boy from the floor above. But he's taken - and Anna might be too. Will a year of romantic near-misses end with the French kiss she's been waiting for?
Dieses Buch repräsentiert eine wunderschöne Liebesgeschichte, die in der romatischsten Stadt der Welt stattfindet - Paris. Das Cover spricht bereits für sich und spiegelt sehr gut die Atmosphäre des Romans wider.

Ich war schon nach wenigen Seiten in die Geschichte vertieft, die Charaktere haben mich auf Anhieb überzeugt, was an dem tollen Schreibstil von Stephanie Perkins lag. Die Sätze sind ganz einfach und verständlich, ohne große Ausschmückungen, aber trotzdem schafft sie es, der Story den passenden Flair zu verschenken, der mein Herz stellenweise schneller schlagen ließ. Die Geschichte berührte mich sehr, obwohl sie relativ "unspektakulär" ist und nichts vollkommen Neues in ihrem Genre darstellt. Die Besonderheit liegt besonders in dem Handlungsort, weswegen es einige schöne Szenen gibt.

Anna muss ihr letztes Schuljahr auf Befehl ihres Vaters hin in Frankreich verbringen, auf eine Schule, die ausschließlich amerikanische Jugendliche besuchen. Da sie kein Wort Französisch spricht und auch sonst keine Ahnung von dem fremden Land hat, kommt sie sich verloren vor und ist deshalb umso erleichterter, als sie sich mit Meredith und deren Freundeskreis anfreundet - zu denen auch Etienne gehört.

Etienne bin ich nach nur wenigen Auftritten verfallen, denn sein Charakter ist dermaßen charmant und außerdem muss man ihn allein schon wegen seiner britischen Flüche lieben. Da er in Großbritannien groß geworden ist, ist ein britischer Akzent unvermeidbar. Und wer kann da schon widerstehen?
Anna jedenfalls nicht. Die Liebe, die sich zwischen Anna und Etienne entwickelt, ist nach wenigen Seiten spürbar und ließ mich öfters stumm lächeln, denn die Autorin bringt die Spannungen zwischen ihnen so ehrlich und real herüber, das man das Gefühl hat, mittendrin zu sein.

Manches ging mir ein wenig zu schnell, zum Beispiel die Freundschaft, die Anna zu den anderen Gruppenmitgliedern entwickelt, denn es wirkt bereits nach wenigen Seiten so, als wären sie schon ewig befreundet, aber ich sehe das nicht als ausschlaggebendes Argument für eine schlechtere Bewertung als die volle Punktzahl für dieses Meisterwerk von einem Liebesroman. Ich freue mich schon darauf, weitere Werke von Stephanie Perkins zu lesen...
Keine großen Überraschungen, aber dennoch etwas ganz Besonderes in seinem Genre!




Samstag, 1. August 2015

Movie Talk | "Paper Towns"


Hey ihr Lieben!
Als großer Anhänger von John Greens Werken musste ich natürlich gestern sofort mit zwei Freundinnen das Kino stürmen, um mir Paper Towns (dt. Margos Spuren) anzuschauen. Verlassen habe ich den Film mit gemischten Gefühlen, aber dazu gleich mehr.

Worum geht's überhaupt?
Quentin ist seit Kindertagen schwer verliebt in seine Nachbarin Margo Roth Spiegelman. Ein gemeinsames Geheimnis ist alles, was sie verbindet - als Kinder haben sie eine Leiche entdeckt, ein Mann der zuvor Selbtmord begangen hatte. Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Quentins Leben ist vorhersehbar, er hat sehr gute Noten und ist im Alltag gefangen. Margo dagegen lebt vor sich hin, immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, und ist beliebt in der Schule.
In den letzten Jahren haben sie sich immer weiter auseinander gelebt, doch eines Abends klopft Margo an Quentins Fenster, da sie seine Hilfe bei ihrem persönlichen "Rachefeldzug" braucht. Quentin fühlt sich in dieser einen Nacht lebendiger als je zuvor - doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden und er begibt sich auf die Suche nach ihr...

Paper Towns ist ein sehr nachdenklicher Film über Freundschaft, die Liebe und das Leben an sich. Dabei spielt Cara Delivingne ein mysteriöses Mädchen, das die meiste Zeit des Films überhaupt nicht mitspielt und dennoch den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte darstellt.
Nat Wolff - den wir ja alle als Isaac kennen und lieben gelernt haben - macht seinen Job als Quentin überragend gut. Man kauft ihm die Rolle sofort ab und ich mochte seinen Charakter wie auch schon im Buch sehr.Der Film hat sich insgesamt stark an das Buch gehalten, auch wenn an Ende winzig Veränderungen vorgenommen wurden, die ich nicht weiter schlimm fand. Aber meiner Ansicht nach ist es wahrscheinlich etwas schwierig, bei der Handlung mitzukommen, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Zumindest geht sonst viel verloren und die Informationen werden nur so aneinandergereiht, um alles hineinzubringen. Der Knackpunkt der Geschichte (den ich natürlich nicht verraten werde), geht total unter! Man hätte hier ruhig mehr ins Detail gehen können...
Die Kleinigkeiten, die die Geschichte von Quentin und Margo zu etwas Besonderem gemacht haben, haben ein wenig gefehlt...
ABER John Green hat sich sehr dafür eingesetzt, dass der Charme nicht komplett verloren ging und es gab einige wunderschöne/emotionale John-Green-Momente (wenn ihr versteht, was ich meine).
Es gab genug zum Lachen und das Ende war so, wie ich es erwartet hatte. Zum Schluss verließ ich mit gemischten Gefühlen den Kinosaal, was einerseits an den unerzogenen Blagen zwei Reihen vor mir lag, die ununterbrochen gequatscht hatten (so was Unverschämtes!) und dem... na ja, sagen wir mal zum-Nachdenken anstoßenden Ende.
Insgesamt gefiel mir der Film schon ziemlich gut, aber er kommt nicht an den Zauber von The Fault In Our Stars heran... ABER ich muss unbedingt noch erwähnen, wie toll der Soundtrack des Films ist! ♥

An dieser Stelle folgt noch der wunderschöne Trailer...










P.S.: Es gibt noch einen Überraschungs-Starauftritt in dem Film, bei dem ich fast vor Schock vom Sitz gefallen wäre, aber psst...^^